Das eigentliche Problem in einer Beziehung sind nicht die Meinungsverschiedenheiten an sich, sondern das mangelnde Verständnis für den Standpunkt des anderen, wie ein Psychologe erklärt hat.
Psychologe nennt die Nr. 1 Methode, die Paaren hilft, seltener zu streiten / Foto depositphotos.com
Der amerikanische Psychologe Mark Travers nannte den effektivsten Weg, der seiner Meinung nach Paaren hilft, sich seltener zu streiten.
Wie er in einem Artikel für Forbes feststellte, ist diese Strategie tatsächlich durchgängig mit weniger Konflikten verbunden und heißt: die Perspektive des anderen akzeptieren können.
„Bei den meisten Paaren geht es bei wiederkehrenden Konflikten um mehr als nur um eine bestimmte verbale Auseinandersetzung. In den meisten Fällen werden die destruktiven Zyklen durch die Art und Weise angeheizt, wie die Partner in Momenten starker Emotionen miteinander umgehen. Die Forschung ist eindeutig: Das eigentliche Problem in Beziehungen ist nicht die Meinungsverschiedenheit an sich, sondern das mangelnde Verständnis für die Sichtweise des anderen. Wenn die Partner versuchen, einen Streit einfach zu ‚gewinnen‘, anstatt die andere Person wirklich zu verstehen, nehmen Irritationen, Abwehrhaltungen und Streitigkeiten zu“, erklärt der Psychologe.
Die Perspektive des Partners einzunehmen bedeutet dagegen, bewusst innezuhalten, um die Sition mit den Augen des geliebten Menschen zu betrachten und seine Erfahrungen zu verstehen, bevor man reagiert. Eine wachsende Zahl von Forschungsergebnissen bestätigt, dass die wahrgenommene Fähigkeit Ihres Partners, Ihre Perspektive zu berücksichtigen, einen direkten Einfluss darauf hat, wie sich Konflikte in einer Partnerschaft entwickeln.
Travers betonte, dass in der Studie aus dem Jahr 2025, die in der Zeitschrift Contemporary Family Therapy veröffentlicht wurde, untersucht wurde, wie die Qität der gemeinsam verbrachten Zeit und die wahrgenommene Perspektivenübernahme zusammenwirken und die Konfliktlösung bei Paaren beeinflussen.
„Die Ergebnisse zeigten, dass die gemeinsam verbrachte Zeit die emotionale Intimität erhöht und den Glauben stärkt, dass der Partner versucht, die Gedanken und Gefühle des anderen zu verstehen. Dieses Gefühl, ‚verstanden zu werden‘, fördert eine konstruktive Konfliktlösung und reduziert destruktives Verhalten während eines Streits“, betonte der Psychologe.
Die wichtigste Schlussfolgerung der Studie ist einfach, aber wichtig: Paare streiten seltener, wenn sie darauf vertrauen, dass ihr Partner sie versteht. Mit anderen Worten: Der stetige Rückgang der Konflikte ist nicht auf die Unterdrückung von Meinungsverschiedenheiten zurückzuführen, sondern auf die Entwicklung von Empathie und gegenseitigem Verständnis, so der Experte.
Wir möchten daran erinnern, dass der Psychologe schon früher Ratschläge gegeben hat, wie man die Liebe im Jahr 2026 erhalten kann.
